19. August 2026

Vereinsgründung CSD Wilhelmshaven e. V.

Pressemitteilung

CSD Wilhelmshaven stellt sich neu auf: Eigener Verein gegründet
Wilhelmshaven, 18.08.2026

Wilhelmshaven. Der Christopher Street Day in Wilhelmshaven bekommt eine neue organisatorische Heimat: Mit der Gründung eines eigenständigen CSD-Vereins wird die bisherige Arbeit auf eine neue und langfristige Grundlage gestellt. Im kommenden Jahr findet der CSD Wilhelmshaven bereits zum siebten Mal statt.

Die Vereinsgründung ist dabei kein Bruch mit den bisherigen Strukturen, sondern eine logische Konsequenz aus der Entwicklung der vergangenen Jahre. Der CSD Wilhelmshaven ist gewachsen – nicht nur als Demonstration und Veranstaltung, sondern auch in seinen Aufgaben, seiner politischen Arbeit, der Vernetzung und den zahlreichen Aktivitäten rund um queeres Leben, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe.

Bislang war der CSD eng mit der Aids-Hilfe Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund e. V. verbunden. Diese Zusammenarbeit hat den Aufbau und die Entwicklung des CSD in Wilhelmshaven entscheidend ermöglicht und geprägt. Gleichzeitig haben sich die Aufgabenbereiche beider Strukturen immer stärker ausdifferenziert.

Während die Aids-Hilfe ihren Schwerpunkt insbesondere in den Bereichen HIV/STI-Prävention, sexuelle Gesundheit, Beratung, Testangebote und Unterstützung hat, umfasst die Arbeit rund um den CSD inzwischen ein deutlich breiteres Spektrum: von der Organisation der jährlichen Demonstration über politische Interessenvertretung und Bildungsarbeit bis hin zu Community-Angeboten, Veranstaltungen und der Vernetzung mit anderen Organisationen und CSDs.

„Nach sechs CSDs war für uns klar, dass der nächste Schritt eine eigenständige Vereinsstruktur sein muss. Die Aufgaben sind über die Jahre deutlich gewachsen und vielfältiger geworden. Mit dem Verein schaffen wir eine Grundlage, auf der wir diese Arbeit langfristig weiterentwickeln und noch mehr Menschen einbinden können.“ sagt die 1. Vorsitzende Anke Hieronymus.

Die Eigenständigkeit bedeutet ausdrücklich keine Trennung von der Aids-Hilfe. Im Gegenteil: Auch zukünftig soll die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortgeführt werden. Beide Organisationen bringen unterschiedliche Schwerpunkte und Kompetenzen mit und können sich dadurch gegenseitig ergänzen.

„Wir schauen mit großer Dankbarkeit auf die bisherige gemeinsame Arbeit. Ohne die Unterstützung und die Strukturen der Aids-Hilfe wäre die Entwicklung des CSD Wilhelmshaven in dieser Form kaum möglich gewesen. Umso wichtiger ist uns, dass wir auch zukünftig eng zusammenarbeiten und gemeinsam für Vielfalt, Akzeptanz, sexuelle Gesundheit und eine starke queere Community in Wilhelmshaven und der Region eintreten.“ bekräftigt Hieronymus.

Mit dem neuen Verein sollen künftig nicht nur die Organisation und Durchführung des CSD auf eine breitere Basis gestellt werden. Ziel ist es auch, über den eigentlichen CSD-Tag hinaus sichtbarer und aktiver zu sein, neue Formate zu entwickeln, politische und gesellschaftliche Bildungsarbeit zu stärken und Menschen die Möglichkeit zu geben, sich aktiv einzubringen.

Der nächste große Termin steht bereits fest: Am 5. Juni 2027 findet der 7. Christopher Street Day in Wilhelmshaven statt. Mit der Vereinsgründung beginnt damit zugleich ein neues Kapitel in der Geschichte des CSD Wilhelmshaven – aufbauend auf dem, was in den vergangenen Jahren gemeinsam entstanden ist.

Auf dem Bild sind der Vorstand und Teile des Beirat zu sehen. Zwei Beiratsmitglieder Kai Bölle (Öffentlichkeitsarbeit & Sprache) und Thomas Wilde (Netzwerk), waren online dazu geschalten.

Bild: von link
Nele Bulla(2. Vorsitzende), Georg Berner-Waindok (Beirat TIN), Anke Hieronymus (1. Vorsitzende), Aisha Leibling (Beirat Diversität & Intersektionalität), Mirco Trecakov (Schatzmeister)

Pressebild Vorstand und Beirat CSD WHV 18.08.2026 e1787212899786 852x1024
Nele Bulla (2. Vorsitzende), Georg Berner-Waindok (Beirat TIN), Anke Hieronymus (1. Vorsitzende), Aisha Leibling (Beirat Diversität & Intersektionalität), Mirco Trecakov (Schatzmeister)

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