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CSD WHV 2026 am Pumpwerk

Warum CSD WHV?

Wilhelmshaven l(i)ebt!

Ein offenes Ohr braucht jede*r mal. Aktuell gibt es aber leider keinen Anlauf- oder Treffpunkt, bei dem es Informationen, Unterstützung oder Hilfe für die Nöte und Ängste junger Menschen gibt. Dabei braucht es sie — gerade in kleinen Orten oder auf dem Land.
Wir wollen für mehr Sichtbarkeit sorgen und zeigen, dass es überall LSBTQI*-Menschen gibt.
Wir nehmen uns den Anliegen an, klären auf, verändern die Gesellschaft. Stück für Stück. Menschen aufmerksam machen, Unternehmen sensibilisieren und vieles mehr gehören da zum Alltag. Solange, bis es einen gesellschaftlichen Konsens darüber gibt, dass Menschen homo-, bi-, trans- und intersexueller Identität gleichwertig mit der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft sind.
Wir sehen uns nicht als Party-Veranstaltung, wie es vielerorts leider von einigen Menschen gesehen wird. Wir sind eine politische Demonstration und wollen hier vor Ort Sichtbarkeit schaffen und unsere Interessen und Ängste kundgeben.
Und das mit gutem Grund: In 12 Ländern der Welt steht Homosexualität immer noch unter Todesstrafe und auch in unserer direkten Nachbarschaft, in Polen, gibt es „LSBT-freie Zonen“.
Unser Weg ist daher noch nicht beendet. Wir machen weiter, unermüdlich, um für Wilhelmshaven und Umgebung der sichere Hafen zu sein, den wir alle brauchen.
Denn: Wir sind nicht gegen, sondern für.
Für Sicherheit.
Für Gleichberechtigung.
Für Liebe.
Für alle.

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Mitläufer*innen 2021

Mitläufer*innen 2022

Mitläufer*innen 2023

Mitläufer*innen 2024

Mitläufer*innen 2025

Geschichte des CSD

Christopher Street Day 1969 — heute

1960er
New York, USA

Homosexualität ist im Amerika der 1960er ein kriminelles Verbrechen. Daher bekamen viele Schwulen-und-Lesben-Bars keine Ausschankgenehmigung, was sie zum beliebten Ziel von Razzien und Polizeigewalt machte.
New York bietet also kaum sichere Orte, an denen sich Homosexuelle und andere Menschen der LGBTQI+ Gemeinschaft treffen können. Die Orte, die es gibt, werden regelmäßiges Ziel von staatlicher Repression; Razzien und gewalttätige Übergriffe durch die Polizei sind an der Tagesordnung.
Die Drohung: Gewalt, Festnahmen und Veröffentlichung der sexuellen “Neigung” – eine Drohung, die starke soziale Auswirkungen haben kann.
Aber auch vor der Rebellion in der Christopher Street gibt es viel Widerstand, z.B. beim “Pepper Hill Club Raid” in Baltimore, bei dem 1955 über 162 Menschen verhaftet werden.
Das “Stonewall Inn”, bekannt für Inklusion und als geschützter Ort für Sexarbeiter*innen, wird zu dieser Zeit einmal monatlich zum Ziel von Razzien. In der Woche vor dem 28. Juni 1969 gibt es bereits eine weitere Razzia.

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28. Juni 1969
New York, USA

In der Nacht zum 28. Juni 1969 gibt es eine erneute Polizei-Razzia in der Bar “Stonewall Inn” in der Christopher Street. Diesmal widersetzen sich die Besucher*innen der Bar jedoch und rebellieren gegen die Festnahme von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transpersonen oder all denjenigen, deren Kleidung nicht den stereotypen Geschlechterrollen entspricht.
Nach dem ersten Drangsalieren und gewaltvollen Verhaftungen spitzt sich die Lage zu: Münzen, Dosen, Flaschen und Mülltonnen segeln durch die Luft und werden zu Wurfgeschossen, die auch an Einsatzfahrzeugen abprallen. Beamt*innen verbarrikadieren sich im “Stonewall Inn”.
Fenster zerbersten, bevor auch kurzzeitig Türen nachgeben. Augenzeugenberichte (öffnet in neuem Fenster) detaillieren die weiteren Ausschreitungen. Während die Menge draußen tobt, können Polizisten einen Protestanten nach drinnen ziehen, wo sie ihn brutal zurichten und anschließend verhaften. Auch der weitere Verlauf ist von Gewalt geprägt.
Die Ausschreitungen halten fünf Tage lang an, da sich immer mehr Leute dem Protest anschließen. Andere Menschen der Szene, sowie die umliegende Greenwich Village Nachbarschaft, solidarisieren sich mit den Protestierenden des “Stonewall Inn”. Es gibt Versammlungen im nahegelegenen Christopher Park und umliegenden Straßen.

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1970
New York, USA

Am 28. Juni 1970 kommen in New York rund 4.000 Menschen zusammen, um ein Jahr später an die Gewalt zu erinnern und erklären den Jahrestag zunächst zum “Christopher Street Liberation Day”. Dieser Gedenkmarsch wird später als erstes LGBTI-Pride-Festival bekannt und ermutigt bis heute Gleichgesinnte, sich Engstirnigkeit entgegenzustellen und Vielfalt zu feiern.
In den folgenden drei Jahren verdreifachte sich die Zahl der Teilnehmenden. Viele andere Städte in Europa und den USA folgten dem Beispiel.

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Ab 1972
Deutschland

Seit 1972 gibt es auch in Deutschland größere Lesben- und Schwulendemonstrationen. Die zunächst kleineren Veranstaltungen (z.B. “Homosexuelle Emanzipation (öffnet in neuem Fenster)” 1972 in Münster) erfahren jedoch viel Gegenwind aus Gesellschaft und Medien.
Die ersten CSDs finden 1979 in Bremen und Berlin statt. 450 Teilnehmer*innen ziehen über den Kurfürstendamm und rufen im Chor “Schwule, lasst das Gaffen sein, kommt herbei und reiht euch ein!“ – Lesben, erhebt euch, und die Welt erlebt euch!”.
Trotzdem soll es noch lange dauern, bis wichtige Meilensteine erreicht werden: Erst 1994 wird Paragraph 175 StGb (öffnet in neuem Fenster) abgeschafft, der 123 Jahre lang Homosexualität kriminalisierte und die staatliche Verfolgung von schwulen und bisexuellen Männern legitimierte.

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Heute
Deutschland

Der CSD wirkt heute oft wie eine bunte Feier; die größten Demonstrationen finden in Köln, Berlin, Hamburg und Stuttgart mit mehreren hunderttausend Teilnehmern statt. Im Jahr 2019 kommen rund 1 Millionen Menschen zum 50. Jubiläum des CSD in Berlin zusammen; mittlerweile gibt es jährlich rund 160 CSD-Demonstrationen in Deutschland.
Die Forderung nach Toleranz, Akzeptanz, rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichberechtigung von LGBTQIA+ sind aber nach wie vor wichtige politische Anliegen.
Denn: Auch heute haben Teile der deutschen Bevölkerung abwertende Einstellungen gegenüber Homosexualität. Immer wieder kommt es zu Angriffen und Verbrechen gegenüber LGBTQI+.
Im Jahr 2009 fordern die meisten deutschen CSDs eine Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes (öffnet in neuem Fenster). Artikel 3 schützt vor Diskriminierung aufgrund von jemandes Abstammung, Rasse, Religion […]; nicht jedoch vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität. Das bedeutet, dass Hassverbrechen, die aufgrund der sexuellen Identität der Opfer geschehen, nicht als solche kriminell verfolgt werden können.

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Galerie

Bilder • Eindrücke • Erinnerungen

Ob bunte Demonstrationen, laute Outfits oder stille Gesten voller Stolz — jedes Jahr schreiben wir gemeinsam Geschichte. Klick dich durch die Eindrücke der letzten Jahre und schau dich in Ruhe um. Hier findest du Fotos der vergangenen Veranstaltungen: Augenblicke voller Vielfalt, Liebe und Solidarität. Hoffentlich bist auch du nächstes mal (wieder) dabei. Bis bald!

Aktuelles & News

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FAQ

Wissen • Lexikon • Downloads

Du fragst dich, was es mit den ganzen Flaggen auf sich hat? Du bist auf der Suche nach queeren Magazinen, oder wichtigen LGBT*-Organisationen? Dann wirst du hier fündig. Klick dich durch und lass uns wissen, was dir noch fehlt.

Leitbild des CSD

Forderungen an die Bundes- und Landesregierungen vom CSD-Deutschland:

  • Ergänzung des Artikel 3 GG (öffnet in neuem Fenster) um das Merkmal der sexuellen und geschlechtlichen Identität
  • Volles Recht für homosexuelle Paare auf Zugang zum Adoptionsverfahren und Beseitigung diskriminierender Hürden
  • Abbau der Diskriminierung bei der Blutspende durch die einheitliche Formulierung in Bezug auf die Risikofaktoren: Sexualverkehr zwischen zwei Menschen mit häufig wechselnden Partner*innen Bereits erreicht
  • Schaffung und Umsetzung föderaler Aktions- und Bildungspläne gegen Queerfeindlichkeit
  • Abschaffung bzw. Reform des Transsexuellengesetzes
  • Verbesserung von Maßnahmen für die Belange intersexueller Menschen
  • Berücksichtigung und Mitwirkung in Senioren- und Rundfunkräten sowie allen weiteren gesellschaftlich relevanten Gremien
  • Maßnahmen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhaben von HIV-positiven Menschen und die Sicherung der Arbeit der Aidshilfen
Organisationen

CSD Deutschland e.V. (öffnet in neuem Fenster)

Projekt 100% Mensch (öffnet in neuem Fenster)— Queere Bildung, Aufklärung und Sichtbarkeit

LSVD (öffnet in neuem Fenster)— Lesben- und Schwulenverband

LSVD Niedersachsen-Bremen (öffnet in neuem Fenster) — Lesben- und Schwulenverband Niedersachsen-Bremen

Bundesverband Trans* (öffnet in neuem Fenster) — für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt

TransInterQueer e.V. (öffnet in neuem Fenster) — Verein für trans*, inter*, und nicht-binäre Personen

Wissenswertes

Flaggenlexikon (öffnet in neuem Fenster)

Queerstimme (öffnet in neuem Fenster) — Zeitung des CSD Deutschland e.V.

Begriffsammlung (öffnet in neuem Fenster) — queere Begriffe leicht erklärt

queer.de (öffnet in neuem Fenster) — das schwul-lesbische Magazin

Unsere .

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